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Glossar A-Z

Abfindungsbrennereien

sind nicht verschlußsicher eingerichtete Brennereien, bei denen der erzeugte Branntwein nicht unmittelbar erfasst, sondern aus Rohstoffmenge, -art und dem geltenden Ausbeutesatz errechnet wird. A. dürfen jährlich nur 300 l Alkohol herstellen, Obstabfindungsbrennereien sogar nur 50 l. In Deutschland gibt es ca. 32.600 A., die überwiegend in den Hauptobstanbaugebieten liegen (Baden-Württemberg, Pfalz, Franken, Rheinland).

Abgase

Auspuffgase von Verbrennungsmotoren. Bei benzingetriebenen Kraftfahrzeugen insbesondere Kohlenmonoxid (CO), unverbrannte Treibstoffbestandteile (engl.: unburned fuel) in Form von Kohlenwasserstoffen (CH-Stoffe), Stickoxide (NOx), sowie die vollständig oxidierten Endprodukte jeder Verbrennung Kohlendioxid (CO2) und Wasserdampf. Bei Dieselfahrzeugen außerdem Ruß. » Emissionen

Abgas-Rückführ-Rate (AGR)

wird beim Verbrennungsmotor zur Einstellung der Temperatur im Brennraum eingesetzt, um die » NOx-Emissionen zu kontrollieren.

Abmagerung(-seffekte)  

Änderung des Benzin-Luftverhältnisses (C : O2) durch Beimischung sauerstoffhaltiger Komponenten wie Alkohole oder Ether zum Benzin. Hierdurch bessere Verbrennung des Benzin-Luftgemisches mit der Folge geringerer CO- und HC-Abgase.

Abschnittsbrennereien  

sind Obstbrennereien, die ihre Gesamterzeugung in einem Zehn-Jahres-Zeitraum beliebig auf die einzelnen Betriebsjahre verteilen dürfen.

Absoluter Alkohol  

praktisch wasserfreies Ethanol mit mind. 99,8 %vol Ethanol für technische Zwecke (z.B. Beimischung zum Benzin). Gewinnung durch » Absolutierung

Absolutierung  

Entwässerung von Alkohol-Wasser-Gemisch mit max. 97,2 %vol (entspricht 95,57 %mas » azeotropes Gemisch) bis auf 99,8 %vol Ethanol. Absolutierung ist nicht mit einfacher » Destillation oder » Rektifikation möglich, sondern erst nach Zusatz sog. Schleppmittel (z.B. Benzol, Benzin oder Cyclohexan) oder wasserentziehen-der Substanzen wie z.B. Branntkalk.

Acetaldehyd  

chemische Formel CH3CHO entsteht als Zwischenprodukt bei der alkoholischen Gärung und wird durch Wasserstoffanlagerung (Hydrierung) in Ethylalkohol überführt. Dieser Prozeß verläuft auch umkehrt durch Oxidation (Dehydrierung). A. ist eine stechend riechende Flüssigkeit, die bei der Reinigung des Rohbranntweines möglichst restlos abgeschieden werden muß. Bereits geringe Spuren bedingen einen scharfen und harten Geschmack des Kornbrandes. » Aldehyde

Acrolein  

chemische Formel CH2 = CH CHO, ist ein ungesättigter Aldehyd mit einem stechenden, zu Tränen reizenden, die Schleimhäute angreifenden Geruch und einen brennenden meerrettichähnlichen Geschmack.

Additive  

Zusatz- oder Wirkstoffe für Kraftstoffe, die bestimmte erwünschte Eigenschaften verstärken (z.B. Erhöhung der » Klopffestigkeit oder Winterfestigkeit) und/oder unerwünschte Eigenschaften reduzieren (z.B. schädliche Abgase).

Aerobe Gärung  

enzymatische Spaltung und Umwandlung stickstofffreier organischer Stoffe, vorzugsweise Kohlenhydrate, mit Hilfe von Bakterien, Hefen und Schimmelpilzen unter Zufuhr von Sauerstoff.

Äthylalkohol >> siehe Ethylalkohol

Äthylen >> siehe Ethylen

Agraralkohol

auch Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs. Hochprozentiger Alkohol (Ethanol), der durch Alkoholische Gärung von in der Landwirtschaft erzeugten zucker- oder stärkehaltigen Rohstoffen wie Obst, Getreide, Zuckerrüben, Zuckerrohr oder Kartoffeln und anschließendes Brennen der Maische gewonnen wurde. Dieser A. wird in Deutschland von der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein gereinigt und kann, nun als Neutralalkohol oder auch Primasprit bezeichnet, für Arznei- und Lebensmittel verwendet werden. Synthetisch aus dem Erdölderivat Ethen hergestellter Alkohol sowie Alkohol aus nichtlandwirtschaftlichen Rohstoffen (bsp. Cellulose-Ethanol) darf dafür nicht verwendet werden. Im Gegensatz zu Spirituosen wie Korn- und Obstbränden ist A. geschmacks- und geruchsneutral und besitzt keine sensorischen Eigenschaften der Ausgangsprodukte.

Aldehyde

Oxidationsprodukte der zugehörigen Alkohole, z.B. Acetaldehyd (CH3-CHO) von » Ethylalkohol (Alkohol, Ethanol), Form¬aldehyd (HCHO) von » Methanol. Acetaldehyd ist Zwischen- und Be-gleitprodukt der alkoholischen Gärung.

Alkohol >> siehe Ethylalkohol

Alkoholbeimischung   

Ethanolbeimischungen (zu Benzin) unterschiedlicher Stärke sind üblich (z.B. 20 % und 85 % in Brasilien; 10 % und 85 % in den USA). In Deutschland sind nach der Norm DIN EN 228 Ethanolbeimischungen von entweder 5 % (bzw. 15 % ETBE) oder nach dem workshop agreement CWA 15293:2005 (E) von 85% zulässig.

Alkohole  

Sammelbegriff für bestimmte organische Verbindungen mit dem Kennzeichen einer OH-Gruppe. Bezeichnet nach den Kohlenwasserstoffen, von denen sie sich ableiten. Z.B. Methanol von Methan (CH4), Ethanol von Ethan (C2H6), Propanol von Propan, Butanol von Butan usw.

Alkoholische Gärung  

Umwandlung von Zucker oder Stärke (letztere nach Verzuckerung) mittels Backhefe oder anderen Mikroorganismen bzw. Enzymen nach der Formel 1 Molekül Glukose => 2 Moleküle Ethylalkohol + 2 Moleküle Kohlendioxid + Wärme (C6H12O6 => 2C2H5OH + 2CO2). Aus 100 g Glucose können theoretisch 51,14 g (64,39 ml) Ethylalkohol gebildet werden. Summarische Gleichung des französischen Chemikers L. Gay-Lussac vereinfacht einen komplizierten Prozeß, der in Wirklichkeit zwölf Stufen durchläuft.

Alkoholkraftstoffe  

» Methanol (M) und » Ethanol (E) als Benzinkomponenten (» ETBE, » MTBE), als Reinkraftstoffe (E 85) anstelle von Benzin oder als sog. » Blendings in Form von Benzin-Alkohol-Mischungen (z.B. besteht E 5 zu 5 % aus Ethanol und zu 95 % aus Benzin).

Alkoholsorten(-qualitäten) für Kraftstoffzwecke:

Es eignen sich nur Qualitäten mit mind. 96/97,2 %vol Alkohol („nicht-entwässerter Alkohol“). Zur Benzinbeimischung wird in der Regel » absoluter Alkohol (mind. 99,7 % vol Alkohol) gefordert.

Alkoholsynthese  

Umwandlung von » Ethylen bei hohem Druck und hoher Temperatur mittels Katalysator zu Ethanol (C2H4 + H20 => C2H5OH). Auch Karbidsprit oder Nebenprodukte der synthetischen Benzinerzeugung. Um fossiles Syntheseethanol und pflanzliches Bioethanol unterscheiden zu können, werden Begleitsubstanzen und vor allem der 14C-Gehalt bestimmt. Letzterer wird auch Radiokohlenstoffdatierung oder Radiokarbonmethode genannt und ist eine Methode zur Altersbestimmung kohlenstoffhaltiger organischer Materialien aufgrund des radioaktiven Zerfalls des Kohlenstoff-Isotops 14C. Siehe auch » Synthesealkohol.

Alternative Kraftstoffe  

Als alternative Kraftstoffe werden alle Kraftstoffe bezeichnet, die nicht fossilen Ursprungs sind (z.B. Ethanol, Pflanzenöl, Biodiesel, Biogas, Flüssiggas, Wasserstoff). Im Vergleich mit konventionellen Kraftstoffen beweisen alternative Kraftstoffe eine bessere » Umweltbilanz.

Amylopektin  

Hüllsubstanz der » Stärke mit chemisch gebundener Phosphorsäure. Verkleistert bei Zugabe von heißem Wasser unter Wasseraufnahme und quillt gallertartig auf. Stark verzweigtes Poly-saccharid aus Glucosemolekülen (sog. B- oder Sekundarstärke). Violettfärbung mit Jod. Anteil erreicht 40-80 % des gesamten Stärkekorns. Zur Ethanolgewinnung geeignet.

Amylose  

eigentliche » Stärke, Polysaccharid aus nicht verzweigten Ketten von Glucosemolekülen. In heißem Wasser nicht verkleisternd und leicht löslich. Reine Blaufärbung mit Jodlösung. Vollständige Verzuckerung durch Maltoseamylase zu Maltose oder durch Säuren und Glucoamylasen(-oxidasen) zu Glucose.

Anaerobe Gärung  

enzymatische Spaltung und Umwandlung stickstofffreier organischer Stoffe, vorzugsweise Kohlenhydrate, mit Hilfe von Bakterien, Hefen und Schimmelpilzen ohne Sauerstoffzufuhr

Aräometer  

aus Glas hergestellte Senkwaage, die auf dem Archimedischen Prinzip beruht. Saccharometer sind A. zur Bestimmung des Extraktgehaltes, Alkoholmeter dienen zur Bestimmung des Alkoholgehaltes in reinen Alkohol-Wasser-Mischungen.

Aromaten  

» PAH. Kurzbezeichnung für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, z.B. Benzol, Toluol. Insgesamt sind über 100.000 Aromaten bekannt, das sind ca. 1/3 aller bekannten organischen Verbindungen. Wegen hohen Heizwertes und guter Klopffestigkeit wertvolle Mischkomponenten für Benzin. Nachteilig ist hohe Giftigkeit - z.B. krebserzeugende Wirkung von Benzol und Benzo(a)pyren. Siehe auch » Photooxydantien.

Aufschluss  

erster Schritt bei der Verarbeitung von stärkehaltigen Rohstoffen. Er löst und verflüssigt die » Stärke und ermöglicht so den nächsten Verfahrensschritt, die Verzuckerung. A. erfolgt thermisch (Dämpfung) und/oder enzymatisch. Druckloser Stärkeaufschluss.

Ausbeute  

gibt an, wie viel Liter Ethanol aus 100 kg Rohstoff gewonnen werden. Die theoretische Ausbeute von Stärke liegt bei 72,0 l/100kg, von Malz- oder Rohrzucker bei 68,2 l/100 kg und von Glucose, Fructose bei 64,8 l/100 kg. In der Praxis erreichen außerordentlich gute Brennereien eine Ausbeute von über 68,4 l/100 kg.

Azeotropes Gemisch  

Mischung von zwei oder mehr verschiedenen Flüssigkeiten, deren Siedepunkt niedriger liegt als die Siede¬punkte der Bestandteile und die sich deshalb durch normale Destillation nicht trennen lassen. Azeotrop = durch Sieden nicht zu trennen. Typisches Beispiel ist Ethanol-Wassergemisch mit 97,2 % vol bzw. 95,57 % mas. Alkoholgehalt, das wie ein einheitlicher Stoff schon bei 78,15°C siedet ohne sich weiter zu konzentrieren, wohingegen reiner Alkohol erst bei 78,39°C und Wasser bei 100°C siedet. Trennung nur durch » Absolutierung möglich.

Backhefe   

(Presshefe) Saccharomyces cerevisiae, meistverwendete Mikroorganismen für die » alkoholische Gärung.

Bagasse  

Rückstand der zerkleinerten und entzuckerten Zuckerrohrstängel mit 48-54 % Trockensubstanzgehalt. Nutzung im Anbaugebiet vornehmlich als Brennmaterial in der Zuckerfabrik und Brennerei, nach (thermischem) Aufschluss auch als Viehfutter, des Weiteren zur Herstellung von Zellstoff, Papier, Karton, Pappe, Faser- und Spanplatten, Furfural oder zur Bodenverbesserung. Auch der Rückstand der Zuckerhirse-Entzuckerung wird als Bagasse bezeichnet.

Barrel  

Abkürzung b oder bbl (british barrel), engl.: Fass. Gebräuchliches Volumenmaß für Erdöl = rd. 159 l. Preisfestlegung aller gebräuchlichen Ölsorten erfolgt in US-$/b. Umrechnung in Gewicht wegen stark streuender Dichte der verschiedenen Rohöllieferungen nur annähernd wie folgt möglich: 1 b = 136 kg, 1 t = 7,33 b.

BBPro  

Biokraftstoffe-Brandenburg. Kooperationsnetzwerk zur Stärkung der Biokraftstoff-Branche, unterstützt durch die Landesregierung Brandenburg. www.biokraftstoffe-brandenburg.de

Benzin  

Sammelbegriff für Kohlenwasserstoffe des Rohöls, die zwischen 35 und 210°C sieden. Näheres siehe unter » Benzinsorten.

Benzindichte  

Durchschnittswert der Motorenbenzine 0,75 g pro ml.

Benzinsorten  

Unterschieden werden: 1. Motorenbenzin (Otto- oder Vergaserkraftstoff) in unterschiedlichen Qualitäten (Super-, Normal-), (seit 2000 nur noch unverbleit), 2. Rohbenzin (Naphtha), zur Verwendung als petrochemischer Rohstoff, 3. Flugzeugbenzine verschiedener Art, 4. Spezial- und Testbenzine für Lösungs- und Extraktionsmittel.

Benzol  

zu den » Aromaten gehörender Kohlenwasserstoff. Steigert die » Klopffestigkeit des Benzins.

BImSchG  

Bundes-Immissionsschutzgesetz

Bioäthanol  

veralterte Schreibweise für » Bioethanol

Biodiesel  

Biodiesel gehört als » alternativer Kraftstoff zu den » erneuerbaren Energien, wird aus Pflanzenöl (in Deutschland meist Raps) hergestellt, dass durch » Umesterung aufbereitet wird. Chemisch handelt es sich um Fettsäuremethylester (FAME) oder Rapsmethylester (RME). Es gilt die europäische Norm EN14214, die u.a. Grenzwerte für die Dichte, » Viskosität (Zähflüssigkeit), chemische Zusammensetzung und den Flammpunkt des Biodiesels definiert.

Bioethanol  

Ethylalkohol (Ethanol) aus agrarischer Biomasse, der vornehmlich als nachwachsender Energieträger und Kraftstoffadditiv bestimmt ist (vergl. » Alkoholkraftstoffe).
    Steckbrief:
    Form: flüssig
    Farbe: farblos
    Geruch: alkoholartig
    Formel: C2H5OH
    Schmelzpunkt: -114,5 °C
    Siedepunkt: 78 °C
    Flammpunkt: 12 °C
    Zündtemperatur: 425 °C, nicht selbstentzündlich
    Explosionsgefahr: Bioethanol ist nicht explosionsgefährlich. Die Bildung explosionsgefährlicher Luftgemische ist möglich.
    Untere Explosionsgrenze: ab 3,5 %vol
    Obere Explosionsgrenze: bis 15 %vol
    Dampfdruck: bei 20 °C 58,7 hPa
    Heizwert: 26,8 MJ/kg bzw. 21,17 MJ/l
    Dichte: 0,79 g / ml bei 20 °C
    Löslichkeit: mit Wasser vollständig mischbar
    Viskosität: dynamisch, 1,5 mm²/s bei 20 °C
    Cetanzahl: 8
    Oktanzahl (ROZ): > 100
    Kraftstoffäquivalenz: 1 l Bioethanol ersetzt ca. 0,65 l Benzin
    Norm: DIN EN 15376 für reines Bioethanol; Beimischung zu Ottokraftstoff gemäß der Norm DIN EN 228 (max. 5 %vol Bioethanol bzw. max. 15 %vol ETBE)

Biogas  

methanhaltiges Gasgemisch, das durch anaerobe Gärung (Ausfaulen) von organischen Rest- und Abfallstoffen (z.B. Schlempe, Zuckerfabrikabwässer, Gülle aus Tierhaltungen) bei Temperaturen um 35-55°C gebildet und als Heizgas verwendet wird. Zusammensetzung und Heizwert je nach Substrat unterschiedlich. Durchschnittswerte: Methangehalt 60 %, Heizwert 23 MJ/Nm³. 1 m³ entspricht Heizwert von 1,09 l Ethanol oder von 0,63 l Heizöl EL. Eine Großvieheinheit (GV = 500 kg Lebendgewicht) liefert pro Tag ca. 1,5-1,6 m³ Biogas ~ 1 l Heizöl. Die Biogasgewinnung kennzeichnet eine umweltfreundliche Kreislaufwirtschaft, weil die organisch belasteten Abwässer - z.B. Schlempe bei Bioethanolgewinnung - unter gleichzeitiger Energiegewinnung gereinigt werden, ehe sie nach restloser Klärung in Vorfluter abgeleitet werden. Das gewonnene Biogas kann wesentlich zur Deckung des Energiebedarfes der Bioethanolgewinnung beitragen.

Biokatalysator  

moderne Bezeichnung für Enzyme und enzymbildende Mikroorganismen, die biochemische Reaktionen in Gang setzen bzw. beschleunigen. Die bei der Bioethanolgewinnung zur Stärkeverzuckerung und » alkoholischen Gärung erforderlichen Enzyme sind mikrobieller Herkunft und werden entweder von » Backhefe gebildet oder als isolierte Handelspräparate eingesetzt.

Biokraftstoffe  

aus Biomasse gewonnene Kraftstoffe. Bioethanol, Biodiesel, Biogas, Pflanzenöl. Als Biokraftstoffe der sog. 2. Generation (z.B. » BtL, » Sunfuel) werden umgangssprachlich Kraftstoffe bezeichnet, die aus allen Bestandteilen einer Pflanze, insbesondere » Lignozellulose, hergestellt werden. Die Unterscheidung zwischen Biokraftstoffen der 1. und 2. Generation ist unscharf. Auch bei der Herstellung von Bioethanol können die anderen Pflanzenbestandteile als z. B. Stärke energetisch u. A. für die Erzeugung von Prozessenergie genutzt werden. Biokraftstoffe der 2. Generation sind bei einem Verhältnis verwendeter Biomasse und gewonnener Biokraftstoff von 5:1 energetisch aufwendig herzustellen.

Blending  

engl. für Mischung. Herstellung von Kraftstoffen durch Mischung von Komponenten. Als Benzin-Alkohol-Mischung z.B. besteht » E5 zu 5 % aus Ethanol und zu 95 % aus Benzin. Siehe auch » E10; »E85. Auch die Beimischung von » Additiven wird als Blending bezeichnet.

Branntwein  

Bezeichnung für durch Destillation gewonnenen Alkohol. unscharfer Begriff für » Ethylalkohol. Im Sinne des Branntweinmonopolgesetzes ist B. jeder Ethylalkohol, für den keine anderen Bestimmungen, z.B. Weingesetz, Biersteuergesetz, gelten. Im Sprachgebrauch wird unterschieden zwischen (geschmacks)neutralem Alkohol und "Branntweinen" mit deutlich wahrnehmbaren Geschmacks- und Geruchsmerkmalen. Mindestalkoholgehalt für B. beträgt 37,5 %vol, wohingegen Brandy und Weinbrand nur mindestens 36 %vol aufweisen müssen.

Branntweinmonopolgesetz  

Die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein (BfB) besteht seit 1919. Ziel war und ist es, den zum größten Teil kleinen und mittelständischen Brennereien die Abnahme des Alkohols zu einem die durchschnittlichen Selbstkosten deckendes Branntweinübernahmegeld zu sichern. Da diese höher als der Weltmarktpreis für Alkohol sind, wird die Bundesmonopolverwaltung durch Subventionen gestützt. Kern des Branntweinmonopols ist das so genannte » Brennrecht als Kontingent. Die Brennerei ist je nach Brennrecht (optional) berechtigt und verpflichtet, den Alkohol an die Bundesmonopolverwaltung abzuliefern. Für die Herstellung von Bioethanol sind Brennereien von der Ablieferungspflicht befreit und können mengenmäßig unbegrenzt Alkohol herstellen und vermarkten.

Branntweinsteuer  

Die Branntweinsteuer ist die durch das » Branntweinmonopolgesetz geregelte Verbrauchssteuer, deren Aufkommen vollständig dem Bund zusteht und die vom Zoll verwaltet wird. Nach dem Branntweinsteuerrecht unterliegen Branntwein und branntweinhaltige Waren der Branntweinsteuer. Die steuerrechtliche Definition von Branntwein wird anhand der sog. Kombinierten Nomenklatur vorgenommen. Die Bandbreite der Produkte ist nahezu unbegrenzt und reicht von Trinkalkoholen wie Obstbranntwein, Wodka, Whisky oder Korn über Lebensmittelaromen und Kosmetikprodukten bis hin zu Alkoholgemischen (z.B. Mosstanol, Ethasol und ähnliche Gemische aus Ethylakohol und Isopropanol), die beispielsweise bei petrochemischen Prozessen zwangsweise anfallen. Die Bemessungsgrundlage ist die im Erzeugnis enthaltene reine Alkoholmenge (r. A.), die bei einer Temperatur von +20 °C ermittelt wird. Der Regelsteuersatz beträgt 1.303 € pro hl Alkohol; für » Abfindungsbrenner/Stoffbesitzer 1.022 € und für » Verschlussbrennereien 730 €. Die gewerbliche Weiterverwertung als Kraftstoff ist steuerbefreit.

Brennerei

Hersteller von Ethylalkohol = Branntwein i. S. des Branntweinmonopolgesetzes. Zu unterscheiden sind » Verschluss- und » Abfindungsbrennereien. Erstere sind zollamtlich gesichert, d.h. der erzeugte Alkohol wird über geeichte Sammelgefäße oder Messuhren vollständig amtlich erfasst. Etwa 5 % der deutschen Brennereien sind Abfindungsbrennereien, die so klein sind, dass ihre Erzeugungsmenge nur anhand von rohstoffbezogenen Ausbeutesätzen geschätzt wird. Zusätzlich gibt es noch Obsterzeuger in bestimmten Regionen, die kein eigenes Brenngerät besitzen (sog. Stoffbesitzer). Sie nutzen fremde Brenngeräte und können zu etwa den gleichen Bedingungen wie Abfindungsbrenner Alkohol herstellen und an die BfB abliefern.

Brennrecht  

regelmäßiges Jahresbrennrecht der » Brennereien in hl r. A., das je nach Verbrauch durch die Bundesmonopolverwaltung erhöht oder gekürzt werden kann.
Brennstoffzelle  
Die ursprünglich für die Raumfahrt entwickelte Brennstoffzelle wandelt Wasserstoff in Strom um. In der B. wird die chemische Reaktionsenergie des Wasserstoffs als kontinuierlich zugeführter Brennstoff und des Sauerstoffs als Oxidationsmittel in elektrische Energie umwandelt. Der Prozess läuft kontrolliert ab, in dem die Gase, die durch Elektrolyten voneinander getrennt sind, über einen elektrischen Leiter Elektronen austauschen. Abfallprodukt ist reines Wasser. Brennstoffzellen können mittels eines vorgeschalteten Konverters auch den in Ethanol, Methanol, Erdgas oder Benzin enthaltenen Wasserstoff als Brennstoff nutzen.

Brennspiritus 

Minderwertiges Ethanol mit mind. 94 Vol. %., wird durch chemische Synthese oder alkoholische Gärung hergestellt und durch Zugabe eines Vergällungsmittel ungenießbar gemacht. Da bei der Herstellung Methanol nicht abgetrennt wird, entwickelt B. beim Verdampfen oder Verbrennen einen unangenehmen Geruch.

BSB-Wert  

Abkürzung für "biochemischer Sauerstoffbedarf (des Abwassers) in 5 Tagen". Maßstab der Schmutzlast des Abwassers. Gibt die Sauerstoffmenge in mg an, die von 1 l Abwasser in 5 Tagen zum (biologischen) Abbau der Schmutzfracht verbraucht wird. Siehe auch » CSB-Wert.

BtL „Biomass to Liquid“  

» alternativer Kraftstoff der 2. Generation, aus Biomasse hergestellt. Kann als Reinkraftstoff oder in Form von Beimischungen verwendet werden. Es gibt verschiedene Verfahren zur Gewinnung eines flüssigen Kraftstoffs aus Biomasse. Meist wird in einem zweistufigen Verfahren zuerst durch Biomassevergasung ein Synthesegas erzeugt, welches in einem weiteren Prozess verflüssigt wird. Die Firma Choren Industries stellt ihr Produkt » SunFuel mittels Carbo-V-Verfahren und Fischer-Tropsch (FT)-Synthese her. Dabei reagieren die reaktiven Bestandteile des Synthesegases (CO und H2) an einem Katalysator zu Kohlenwasserstoffen. Um die Dieselausbeute (SunDiesel) zu maximieren, werden die bei der FT-Synthese anfallenden Wachse mittels » Hydrocracking weiter verarbeitet. Dieses Verfahren stammt aus der Petrochemie und wird zur Verwertung von Raffinerierückständen eingesetzt.

Bundesmonopolverwaltung für Branntwein (BfB, BMonV)  

verwaltet das Branntweinmonopol im Bundesgebiet im Rahmen der Bundesfinanzverwaltung. Sie ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Finanzen und hat ihren Sitz in Offenbach am Main. Ihre Hauptaufgaben sind die Übernahme, Reinigung und Vermarktung des in deutschen Brennereien hergestellten Agraralkohols.

Butan  

Bei Benzinherstellung verwendetes preisgünstiges Gas mit guter Klopffestigkeit. Muss bei Erhöhung des » Dampfdruckes des Gemisches reduziert werden. B. kommt zusammen mit Iso-Butan, Butadien und den Butenen als sogenannte C4-Fraktion in Erdöl-Crackgasen und im Erdgas vor. B. ist farb- und geruchlos, in Wasser wenig löslich, in Alkohol und Äther leicht löslich.

Butanol (Butylalkohol)  

"höherer Alkohol", Bestandteil der Fuselöle des Ethylalkohols. Kann zusammen mit Aceton durch » anaerobe Gärung mittels Bakterien (Clostridien) aus Melasse, Mais etc. gewonnen werden. Bestimmte Isomere (» Tertiärbutylalkohol = TBA) dienen als Lösungsmittel für Benzinkomponenten.

Calvados

ist ein im französischen Departement Calvados (Normandie) aus mindestens einem Jahr altem Apfelwein (Cidre) durch Destillation gewonnener und ähnlich dem Cognac behandelter Trinkbranntwein mit mindestens 40 %vol.

Cassava

südamerikanischer Name der » Maniokpflanze bzw. des daraus gewonnenen stärkereichen Mehles.

Cellulose >> siehe Zellulose

Cetan-Zahl (CZ)

Maßstab der Zündwilligkeit von Dieselkraftstoffen. Übliche Dieselmotoren verlangen eine CZ von mindestens 40-42, die Norm DIN EN 590 von 49.

Clean-Energy-Partnership (CEP)

gemeinschaftliches Projekt zur Förderung von regenerativen Energien im Straßenverkehr. Unter der Führung der Bundesregierung mit Aral, BMW, bvg, Daimler, Ford, GM/Opel, Hydro, Linde, Vattenfall Europe und Total.

CO2 >> siehe Kohlendioxid

CO2-Bilanz

systematische Analyse der schädlichen Emissionswirkungen eines Produktionsprozesses (deshalb auch Treibhausgasbilanz genannt). Wichtige Faktoren bei der Analyse der Herstellung von » alternativen Kraftstoffen sind u. A. der verwendete Rohstoff sowie Größe und Verfahren der Produktionsanlage. Auch der für die Konversion eingesetzte Brennstoff hat erhebliche Auswirkungen auf die Bilanzierungsergebnisse, wobei die Verwendung nicht-fossiler Prozessenergie (z.B. im Konversionsprozess gewonnenes Methangas) die Treibhausgasbilanz erheblich entlastet. Die CO2-Bilanz von Bioethanol ist neutral. Bei der Verbrennung von Bioethanol wird CO2 freigesetzt, das die Pflanzen während ihres Wachstums durch Photosynthese aufgenommen haben.

Cracken

engl. für aufbrechen. Verfahren der Erdölraffinerie, wobei hochsiedende hochmolekulare Kohlenwasserstoffe in leichter siedende kleinere Moleküle umgewandelt werden. Thermisches Cracken verwandelt z.B. schweres Heizöl in Benzine und sog. Mitteldestillate (Dieselöl, leichtes Heizöl). Die Ausbeute von Kraftstoffen aus der Rohölverarbeitung kann auf diese Weise zu Lasten schwerer siedender Produkte erhöht werden. Effizientestes, aber auch aufwendigstes Verfahren ist Hydrocracken mit Wasserstoffanlagerung unter Verwendung von Katalysatoren.

CropPower85

Markenname eines Kraftstoffes aus 85 % Bioethanol und 15 % Benzin der CropEnergies AG (Mitglied der Südzucker-Gruppe).

CSB-Wert

Abkürzung für chemischen Sauerstoffbedarf in mg/l Abwasser, ermittelt durch Zugabe von Bichromat. Siehe auch » BSB-Wert.

CtL „Coal to Liquid“

Verfahren der Herstellung von Kraftstoffen aus Kohle (Kohleverflüssigung).

Dämpfen

Stärkeaufschluss unter Hochdruck (über 100 °C). In der Brennerei heute weitgehend durch » drucklosen Stärkeaufschluss ersetzt.

Dampfbedarf

wichtiger Maßstab des Energiebedarfes bei der Ethanolgewinnung. Dampfmenge je l Alkohol oder dt Rohstoff insgesamt und für die einzelnen Verfahrensschritte.

Dampfdruck

Maß der » Flüchtigkeit des Kraftstoffes, gemessen nach Reid in der Einheit bar. Im Ottokraftstoff muss gemäß der Norm DIN EN 228 ein maximaler Dampfdruck von 60 kPa in Sommerware und von 70 kPa in Winterware eingehalten werden. Die Ethanolzugabe erhöht den Dampfdruck des Gemisches.

Dekanter

Separator besonderer Bauart, der die kontinuierliche Trennung von schwereren Feststoffen von einer leichteren Flüssigkeit mittels Zentrifugalkraft ermöglicht. In der Brennerei wird er zur Abtrennung des Dickstoffgehaltes aus » Schlempe eingesetzt.

Destillation

Auftrennung von Flüssigkeiten, die aus verschiedenen Bestandteilen zusammengesetzt sind, durch kontrollierte Erhitzung, z.B. fraktionierte Destillation von Rohöl (Erdöl) oder Trennung von Alkohol und Wasser. Basis dieser Trennungsmöglichkeit sind die unterschiedlichen Siedepunkte der Mischungsbestandteile. "Trockene" Destillation von Holz führt zu "Holzgeist" (» Methanol).

Dextrose >> siehe Glucose

Dichte (D)

auch "spezifisches Gewicht". Stoffliches Kennzeichen, welches das Verhältnis der Masse zum Volumen angibt: g/cm³ oder g/ml. Messung erfolgt im luftleeren Raum. Bei Flüssigkeiten ist stets auch Angabe der Temperatur notwendig. D. ist notwendig zur Umrechnung von Volumeneinheiten (z.B. l, hl, b, m³) in Masseneinheiten (z.B. kg, t) oder umgekehrt. Die Dichteangabe erfolgt entweder absolut (z.B. in kg/l) oder als Verhältniszahl zur Masse der gleichen Wassermenge (Dichteverhältnis).

Dieselkraftstoff

im Bereich zwischen 200-360°C siedende Kohlenwasserstoffe des Rohöls. Gehört wie leichtes Heizöl zu den Mitteldestillaten (» Destillation). Qualitätsanforderungen in DIN 51601 geregelt.

Diesel mit Alkoholbeimischung

normalerweise nur unter Zugabe von Lösungsvermittlern (z.B. Ethylazetat) möglich wegen schlechter Vermischbarkeit von Dieselöl und Alkohol. Steigende Temperatur und steigender Aromatenanteil des Dieselöles verbessern die Mischbarkeit. Volumetrischer Ethanolmehrverbrauch 35 %, energetischer Verbrauch hingegen dem Dieselöl gleich. Vorteil: Abgas stark ruß- und SO2-vermindert. Nachteilig ist schlechtes Kaltstartverhalten, insbesondere bei Minusgraden.

Disaccharide

Zweifachzucker, von denen Saccharose (Rohr- oder Rübenzucker) und Maltose (Malzzucker aus der Stärkeverzuckerung) für die Alkoholgewinnung bedeutsam sind.

Distillers …

a) Dried Grains (DDG),
b) Dried Grains with Solubles (DDGS) und
c) Dried Solubles (DDS)
unterschiedlich zusammengesetzte getrocknete Schlempebestandteile. Futtermittel-Nebenprodukte der Alkoholerzeugung.

Druckloser Stärkeaufschluss

Grundlage der modernen Brennereipraxis bei Verarbeitung stärkehaltiger Rohstoffe, die sehr fein vermahlen bzw. vermust werden müssen. Aufschluss unter 100 °C.

E 5

Kraftstoff für Ottomotoren, der gemäß der Norm DIN EN 228 zu 5 % aus Bioethanol und zu 95 % aus Benzin besteht.

E 85

besonders förderungswürdiger Kraftstoff, der prinzipiell zu 85 % aus Bioethanol und zu 15 % aus herkömmlichem Benzin besteht. Nach der europäischen Vornorm (CEN workshop agreement) CWA 15293:2005 sind jedoch saisonal unterschiedliche Prozentanteile erlaubt, solange diese mindestens 70 % Bioethanol betragen. Dieser Kraftstoff ist für » Flexible-Fuel-Vehicles ausgelegt.

E 100

Bioethanol als Reinkraftstoff, teilweise in Brasilien üblich.

Einfachzucker  >> siehe Monosaccharide

Emissionen

jegliche Art der Abgabe von festen, flüssigen oder gasförmigen Stoffen, Lärm, Gerüchen, Strahlung, Erschüttungen etc. an die Umgebung. Meist werden damit Schadstoffe (» Abgase, Abluft, Abwasser, feste oder flüssige Abfälle, Elektrosmog, Radioaktivität etc.) aus Anlagen bezeichnet. Im Gegensatz zu » Immissionen sind E. immer auf eine bestimmte Quelle bezogen, die die Schadstoffe emittiert. Im Sinne des » BImSchG (§ 3) sind E. die von einer Anlage ausgehenden Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen und ähnliche Erscheinungen, wobei Luftverunreinigungen Veränderungen der natürlichen Zusammensetzung der Luft, insbesondere durch Rauch, Ruß, Staub, Gase, Aerosole, Dämpfe oder Geruchsstoffe sind.

Energiebilanz

a) volkswirtschaftlich das Verhältnis von Energieerzeugung und Energieimporten zum Verbrauch,
b) bei der Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen und erneuerbaren Energien das Verhältnis aller Energieaufwendungen der Erzeugung zu der Summe energetisch verwertbarer und Primärenergie sparender Produkte. Die Energiebilanz der Bioethanolgewinnung ist positiv, d. h. es handelt sich um einen energieschöpfenden Prozess.

Energieformen

a) physikalisch: mechanische E., chemische E., thermische E., elektrische E. und magnetische E.,
b) nach Grad der Umwandlung: Primärenergie (E. in Kohle, Erdöl, Erdgas, Atomkernen, Wasser, Wind, Erd- und Sonnenwärme, Biomasse) und Sekundärenergie (z.B. elektrischer Strom, Wasserdampf, Bioethanol).
c) nach Erneuerbarkeit (z.B. Bioethanol aus Pflanzenmaterial) bzw. Endlichkeit (z.B. Synthesealkohol aus Erdöl). Die endlichen Energieträger wie Erdöl und Kohle werden auch als fossile Energiequellen bezeichnet.

Energiegehalt >> siehe Heizwerte

Energiesteuer

Ab 31.07.2006 Verbrauchssteuer i.S. der Abgabenordnung zur Regelung der Besteuerung von Mineralölen und Erdgas als Heiz- oder Kraftstoff; vorher: » Mineralölsteuer

Erdgas

steht über Erdöl in Lagern, strömt beim Bohren aus. Methangehalt ca. 85 %. Qualitäten L mit 35,2 und H mit 42,7 MJ/ Nm3 Heizwert.

Erneuerbare Energien

regenerative Energie, die im Gegensatz zu fossilen Energieträgern theoretisch unbegrenzt zur Verfügung stehen. Man unterscheidet die drei Gruppen Wärme, Strom und Kraftstoffe, die jeweils wieder unterteilt werden können.

ETBE (Ethyl-Tertiär-Butyl-Ether)

E. ist eine Benzinbeimischungskomponente und dient als Oktanzahlverbesserer, um so die Klopfneigung des Kraftstoffs herabzusetzen. Es besteht zu 47 % aus Bioethanol und kann dem Benzin im Rahmen der geltenden Norm DIN EN 228 bis zu einem Anteil von 15 % beigemischt werden. ETBE ersetzt heute weitestgehend das in den USA aus Umwelt- und Gesundheitsgründen inzwischen verbotene Antiklopfmittel Methyl-Tertiär-Butyl-Ether (MTBE). siehe auch » Ether

Ethanol

Alte Bezeichnungen Äthanol, Äthylalkohol. Formel C2H5OH; Hauptprodukt der » alkoholischen Gärung. Hauptbestandteil von » Branntwein und Trinkalkohol. Verwendung als Kraftstoffadditiv (» Alkoholkraftstoffe, » Bioethanol) und als alleiniger Kraftstoff. D = 0,794 bei 15°C, Siedepunkt. 78,39°C, Heizwert (Hu)-Angaben zwischen 27 und 26,77 MJ/kg bzw. 21,44-21,15 MJ/l.

Ethanolpflanzen

Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln, Gehaltsrüben, Zuckerrohr, Zuckerhirse, Topinambur (engl. Jerusalem artichoke), Wurzelzichorie, Möhren und andere.

Ethanol bei Benzinbeimischung

Vorteile: Benzineinsparung (Erdöl-Spareffekt), Erhöhung der » Klopffestigkeit des Benzins, umweltfreundliche Verbrennung (Senkung CO, HC-Stoffe, Photooxydantien).

Ethen

veraltet auch Ethylen, Ätyhlen, brennbares, farbloses, süßlich riechendes Gas, das mit anderen gasförmigen Kohlenwasserstoffen bei der Benzingewinnung aus Erdöl an (» cracken) anfällt. Vielseitiger petrochemischer Ausgangsgrundstoff insbesondere für Kunststoffe, z.B. Polyethylen, Polyvinylacetat PVC und andere, sowie für die Ethanolsynthese (» Alkohole). Ethen ist hochentzündlich und wirkt in hoher Konzentration als Betäubungsmittel.
Ether wertvolle Benzinadditive, z.B. Methyl-tertiär-Butylether » MTBE) oder » ETBE zur Steigerung und Stabilisierung der Klopffestigkeit. Einfach mischbar, hoher Heizwert (weniger Sauerstoffgehalt als Alkohole). Herstellung aus Methanol oder Ethanol + Isobutylen.

Ethylalkohol >> siehe Ethanol.Sorten siehe » Alkoholsorten.

Ethylen >> veraltet für » Ethen

Fermentation

» Gärung (» alkoholische Gärung). Verfahren zur Erzeugung von Stoffen mit Hilfe von Mikroorganismen (Bakterien, Pilze, Hefen) im technischen Maßstab. Beispiele sind Bioethanolherstellung, Biogaserzeugung, biologische Abwasserreinigung.

Fermente

= Enzyme, » Biokatalysatoren

Fermenter

Gärbehälter, Volumen je 100 l Alkohol bei diskontinuierlicher Gärung 1.400-1.600 l.

FFV Flexible-Fuel-Vehicles

 FFV-Fahrzeuge sind "kraftstoff-flexibel", das heißt, sie haben einen einzigen Tank und erkennen über einen Sensor das Bioethanol-Benzin-Mischungsverhältnis. Das Motormanagement passt die Zündzeitpunkte automatisch an die Zusammensetzung des Gemischs an. FFVs sind für den Kraftstoff E 85 (zwischen 70 und 90 Prozent Bioethanol-Anteil) geeignet.

Flüchtigkeit >> siehe Dampfdruck

Flüssiggas

engl. Liquified Petroleum Gas = LPG; unter Druck verflüssigtes Propan (C3) und Butan (C4) sowie deren Gemische. Für Heiz- und Kochzwecke, aber auch für modifizierte Benzinmotoren.

Formaldehyd >> siehe Aldehyde
Front-Oktanzahl (FOZ) >> siehe Oktanzahlen

Fruchtzucker >> siehe Fructose (Fruchtzucker, Lävulose)

Gallone

gebräuchliches Volumenmaß für Kraftstoffe ist die US-Gallone = 3,785 l.

Gärdauer

je nach Rohstoff unterschiedlich. Zuckerhaltige Säfte, z.B. Melasse, 24-30 h, stärkehaltige Rohstoffe herkömmlich 68 h. Unter besonderen gärtechnischen Bedingungen auch weniger.

Gärphasen

bei Dreitagegärung Angärung (Hefevermehrung), Hauptgärung (stärkste Alkoholbildung mit CO2- Entwicklung und Temperaturanstieg) und Nachgärung (zur Vergärung der Grenzdextrine bei stärkehaltigen Rohstoffen).

Gärtemperaturen

bei Dreitagegärung 27°C bis mind. 30°C (bis 32°C), bei verkürzter Gärdauer bis 37°C.

Gärung

enzymatische Spaltung und Umwandlung stickstofffreier organischer Stoffe, vorzugsweise Kohlenhydrate, mit Hilfe von Bakterien, Hefen und Schimmelpilzen
a) in Gegenwart von Sauerstoff (aerobe Gärung) oder
b) in dessen Abwesenheit (anaerobe Gärung).

Gärungsgleichung >> alkoholisch Gärung

Gasohol

US-amerikanischer registrierter Handelsname für das Ottokraftstoffgemisch aus 90 % bleifreiem Benzin und 10 % wasserfreiem Bioethanol.

Gasolina

Brasilianische Bezeichnung für Ethanol-Mischkraftstoffe.

Gewichtsprozent (%gew.)

veraltete Angabe der Konzentration eines Stoffes in 100 g eines Gemisches. Heute ersetzt durch » Masseprozent (%mas).

Glucose

Synonyme Glukose, Dextrose, Traubenzucker. Formel C6H1206, Monosaccharid. Vorkommen in Rohr-/Rübenzucker (Saccharose), süßen Früchten, Honig, Stärke, Cellulose und anderen Kohlenhydraten. Leicht vergärbar.

GtL

Abkürzung für „Gas To Liquids“. Umwandlung von Erdgas in flüssige synthetische Produkte.
Hektolitergewicht

(relativ ungenaues) Maß zur Bestimmung der Qualität von Getreidearten. Gewicht pro 100 Liter. Da die Stärke der spezifisch schwerste Bestandteil des Getreides ist, nimmt das H. mit dem Stärkegehalt zu.

Hefen (Saccharomyceten)

in der Natur weit verbreitete einzellige Pilze. Zur » alkoholischen Gärung werden sog. Gärhefen = Kulturhefen (Saccharomyces cerevisiae, Brauerei- und Brennereihefen, Bäckerhefe) verwendet. Auch Spezialhefen zur Erzielung höherer Alkoholkonzentrationen, mit höherer Temperaturtoleranz, höherer Säuretoleranz usw. Davon zu unterscheiden sind sog. wilde Hefen (Weinhefen, Kahnhefen, Candidahefen u.a.). Insbesondere Candidahefen werden zur Erzeugung von Nähr- und Futterhefe aus Sulfitablaugen, Holz- und Strohhydrolysaten etc. benutzt.

Hemicellulosen

pflanzliche Gerüststoffe neben » Cellulose, aufgebaut aus Pentosanen und Hexosanen, die sich in die Monosaccharide Xylose, » Glucose und » Mannose aufspalten lassen.

Heizöl

Sorten "EL" (leichtes H., siedet wie Dieselkraftstoff zwischen 200-360 °C = Mitteldestillat) und "S" (schweres H.). EL Heizwert 40,2-42,7 MJ/kg = 34-36,1 MJ/l (D = 0,83-0,88 bei 150 °C).

Hexosen

vergärbare » Monosaccharide wie » Glucose, » Fructose

Immissionen

Eintrag von schädlichen Einwirkungen in die Umwelt. Ein Beispiel: » Emissionen, z.B. CO2, misst man am Auslass eines Schornsteins einer Anlage; die Immission ist dann die Summe aller Schornsteinemissionen, die man an einem bestimmten Ort messen kann. Im Sinne des » BImschG (§ 3) sind I. schädliche Umwelteinwirkungen, die nach Art, Ausmaß oder Dauer geeignet sind, Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft herbeizuführen. Immissionen im Sinne des BImschG sind des weiteren auf Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter einwirkende Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen und ähnliche Umwelteinwirkungen.

Intervention

Ankauf von agrarischen Marktordnungsprodukten (z.B. Getreide) durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zu bestimmten Preisen und Mengen.

Inulin

Speicherkohlenhydrat (Polysaccharid) aus » Fructosebausteinen in Knollen bzw. Wurzeln von » Topinambur, Wurzelzichorien, Dahlien und anderen Korbblütlern. Enzymatisch (Inulase) zu Fructose abbaubar und zu Ethanol vergärbar.

Invertzucker

Gemisch gleicher Teile » Glucose und » Fructose infolge Spaltung (Invertierung) von Saccharose. Direkt vergärbar.
Jerusalem artichoke

engl. Bezeichnung für » Topinambur

Joule (J)

Gesetzliche Einheit (J) der Wärmemenge anstelle der früher gebräuchlichen » Kalorie (cal). Angaben sind oft in Megajoule (1 MJ = 1.000.000 J)
1 J = 0,239 cal

Kalorie

Im amtlichen Gebrauch nicht mehr zulässige Einheit der Wärmemenge (cal). Siehe » Joule.
1 cal = 4,1868 J

Kaltmaischverfahren

» druckloser Stärkeaufschluss

Katalysator

a) Stoff, der den Ablauf chemischer Reaktionen beschleunigt, ohne sich dabei selbst zu verändern. In der chemischen Industrie vielfältig eingesetzt. Weit verbreitet in der Biochemie und bei allen Lebewesen (» Biokatalysatoren).
b) Vorrichtung zur Abgasentgiftung bei Kraftfahrzeugen mit Platin als wirksamer Substanz. Verwandelt Stickoxide in Stickstoff sowie Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe in Kohlendioxid und Wasser (Dreiwege-Katalysator).

Klopfen

Verbrennungsstörung durch ungewollte zu schnelle Zündung des noch nicht verbrannten Restgases im Motorzylinder. Als Folge entsteht ein zu hoher Druckanstieg, der zum hörbaren Klopfen bei niedriger oder zum nichthörbaren (sog. Hochgeschwindigkeitsklopfen) bei hoher Motordrehzahl führen kann.

Klopffestigkeit

wichtige Qualitätseigenschaft von Ottokraftstoffen, gemessen in » Oktanzahlen.

Klopfsensor

Vorrichtung zur Erkennung der Gefahr einer klopfenden Verbrennung und zur entsprechenden Gegensteuerung.

Kohlendioxid (CO2)

Endprodukt der Verbrennung jedes kohlenstoffhaltigen Materials und Ausgangsprodukt des Aufbaus pflanzlicher Biomasse durch Photosynthese. Nachwachsende Rohstoffe reduzieren dieses Problem durch Recycling des CO2.

Kohlenhydrate

Vielfältige Gruppe von Zuckern und Speicherkohlenhydraten (Stärke, Inulin) sowie Gerüstsubstanzen der Pflanzen (Cellulose, Hemicellulose). Hauptmenge der pflanzlichen Biomasse. Aufgebaut aus Kohlenstoff (C) und Wasser (H2O).

Kohlenwasserstoffe

aus Kohlenstoff (C) und Wasserstoff (H) aufgebaute chemische Verbindungen. Benzin, Dieselkraftstoff und Heizöl sind solche "HC-Stoffe". Kohlenwasserstoffe (» Abgase) als unverbrannte und durch nicht vollständige Verbrennung veränderte Kraftstoffbestandteile finden wegen ihrer Gesundheits- und Umweltschädlichkeit (» Photooxydantien) besondere Aufmerksamkeit im heutigen Kraftfahrzeugverkehr (» Benzol).

Konversion

Umwandlung eines Stoffes in einen anderen, z.B. pflanzlicher Rohstoff in Bioethanol.

Konversionsanlagen

a) Anlagen zur Herstellung von Bioethanol aus pflanzlichen Rohstoffen im Sinne kompletter Bearbeitung,
b) Anlagen der Mineralölindustrie, in denen » Crackverfahren angewendet werden.

Kosolvens

Lösungsvermittler. Stoff, der die Lösung eines anderen Stoffes in einem dritten vermittelt.

KiloPascal (kPa)

Maßeinheit für Dampfdruck nach DIN EN 228.

LAB

Landwirtschaftliche Biokraftstoffe e.V.; Zweck des LAB e.V. ist die Förderung der Erzeugung und Verwendung von aus Biomasse gewonnenen Biokraftstoffen (insbesondere Bioethanol).

Leguminosen

luftstickstofffixierende Hülsenfrüchte.

Leichtes Heizöl >> siehe Heizöl

Lignozellulose

auch Lignocellulose; Strukturgerüst der pflanzlichen Zellwand. L. ist eine Kombination aus Lignin (ca. 5-20 %), Hemicellulosen (ca. 15-25 %) und » Zellulose (ca. 30-40 %) und kommt u.a. in Holz, Jute, Stroh oder Bambus vor.

LNG

engl. liquified natural gas = verflüssigtes Erdgas

Lösungsvermittler >> siehe Kosolvens

LPG

engl. liquified Petroleum/Propane Gas (» Flüssiggas). Wird als Treibstoff („Autogas“) genutzt. Ein Gemisch aus Propan (C3H8) und Butan (C4H10), das als Nebenprodukt der Benzinherstellung aus feuchtem Erdgas abfällt. LPG-betriebene Fahrzeuge dürfen nicht in Tiefgaragen abgestellt werden.

Luftbestandteile (trocken)

Stickstoff 78,1 %, Sauerstoff 20,9 %, Edelgase 0,9 %, Kohlendioxid 0,03 %.

Maische

Gemisch aus Wasser und stärkehaltigen Stoffen, das verzuckert und anschließend vergoren wird.

Maltose (Malzzucker)

» Disaccharid aus 2 Molekülen » Glucose. Entsteht beim Abbau von Stärke. Leicht vergärbar.

Maniok

(Mehl, Schnitzel oder Wurzeln): stärkehaltige Erzeugnisse aus den Wurzelknollen des Maniokstrauches (Manihot esculenta). Synonyme: » Cassava, » Tapioka.

Massengehalt

(%mas): Gewichtsprozente, Massenprozente

Melasse

bei der Zuckergewinnung und Rohzuckerreinigung anfallender Restsirup, aus dem sich durch Eindampfen kein weiterer Zucker kristallisieren lässt. Zuckerrübenmelasse enthält noch ca. 50 % Zucker und liefert bei Vergärung 30 l Alkohol und ca. 95 kg Backhefe.

Methan (CH4)

einfachster » Kohlenwasserstoff in » Erdgas, » Biogas usw.

Methanol (Methylalkohol)

einfachster und billigster Alkohol, chemische Formel CH3OH. Als » Alkoholkraftstoff auch Abkürzung MeOH oder M. Hergestellt aus Erdgas, Erdölrückständen, Kohle, kohlenstoffhaltigen Abfällen und Holz ("Holzgeist"). Synthese aus "Synthesegas" (CO+2H2 » CH3OH). Nach der ersten Ölkrise 1973/74 wurde M. zur Verwendung als Automobilkraftstoff im Rahmen des BMFT-Schwerpunktprogrammes "Alternative Energien für den Straßenverkehr" als überwiegender Kraftstoff (M 100 = 90 % Methanol) und als Beimischung (M 15) mit angepassten Motoren vor allem in West-Berlin erprobt.

Methylalkohol >> siehe Methanol

Mindestgrädigkeit

Maß bei Branntweinablieferung für Alkohol aus Melasse 95 % vol, für Alkohol aus anderen Stoffen 83 % vol.

Mineralölsteuer

Bis 31.07.2006 Verbrauchssteuer i.S. der Abgabenordnung zur Regelung der Besteuerung von Mineralölen und Erdgas als Heiz- oder Kraftstoff; ersetzt durch die » Energiesteuer.

Mitteldestillate

Mineralölprodukte, die bei 180-360°C sieden (Heizöl EL, Dieselkraftstoff, Petroleum, Flugturbinenkraftstoff).

Monosaccharide

Einfachzucker, bezeichnet nach Zahl der C-Atome im Molekül (z.B. Pentosen, Hexosen). Bekannteste: » Glucose, » Fructose, Galaktose.

MOZ (Motoroktanzahl) >> siehe Oktanzahlen

MTBE (Methyl-tertiär-Butylether)

» Ether. Eine farblose, leicht flüchtige Flüssigkeit mit charakteristischem Ethergeruch. Als Dampf-Luftgemisch leicht entzündlich und explosiv. MTBE wurde hauptsächlich in Ottokraftstoffen als Klopfschutzmittel eingesetzt; heute meist durch » ETBE ersetzt. In den USA ist M. aus Umwelt- und Gesundheitsgründen inzwischen verboten und durch Ethanol ersetzt.

Naphtha (Rohbenzin)

Destillate im Siedebereich vor » Benzin (» Benzinsorten).

Net-Back-Verträge

Rohölpreis wird nachträglich auf Basis der Mineralölprodukt-Erlöse abzüglich Raffineriespanne und Transportkosten ermittelt.

Neutralalkohol  >> siehe Agraralkohol

Normen

ein von einer Normungsorganisation, wie z.B. dem Deutschen Institut für Normung (DIN) geschaffener Standard bzw. gesetzliche Vorschrift vom Gesetzgeber in Form einer Rechtsnorm (Gesetz, Verordnung, Richtlinie, Satzung); für Ethanol relevante Normen » rechtliche Rahmenbedingungen

NOx >> siehe Stickoxide

OAPEC

engl.: Organization of Arab Petroleum Exporting Countries. 1968 gegründet, Sitz in Kuwait. Ziel: Koordination der arabischen Ölpolitik. Repräsentiert mit 11 Mitgliedsstaaten 50 % der Ölreserven der Welt.

Octanzahl >> siehe Oktanzahlen

Ölkrisen

1. Ölkrise 1973/74, 2. Ölkrise 1979/80 als Phasen starker Ölpreisanstiege, die in den Industrieländern Rezessionen auslösten. Die 1. Ölkrise wurde von den OPEC-Staaten als politisches Druckmittel herbeigeführt, die im Rahmen eines Ölembargos ihre Fördermengen um 5 % drosselten. Daraufhin stieg der Ölpreis im Oktober 1973 um 70% (von rund 3 $/barrel auf 5 $/barrel) und bis Ende 1974 auf über 12 $/barrel. Die 2. Ölkrise wurde durch den ersten Irakkrieg und die damit einhergehende Verunsicherung ausgelöst- diesmal stieg der Ölpreis auf 38 $/barrel. Heute liegt er zwischen 55 und 70 $/barrel.

Offshore

engl.: vor der Küste liegend, z. B. Erdölgewinnung oder Windstromanlagen.

Oligosaccharide

Kohlenhydrate zwischen den » Mono- und Polysacchariden, aus 2-10 Monosaccharid-Molekülen bestehend, z.B. » Saccharose, »Maltose.

Oktanzahlen (OZ)

Kennziffern der » Klopffestigkeit von Motorenbenzin und anderen Ottokraftstoffen sowie Additiven, ermittelt im Einzylinder-Prüfstandsmotor.
Man unterscheidet:
1. die ROZ (Research-Oktanzahl) zur Prüfung der Klopffestigkeit bei geringer Motorbelastung bzw. -drehzahl ("Klingeln" des Motors),
2. die MOZ (Motor-Oktanzahl) zur Prüfung der Klopffestigkeit bei hoher (thermischer) Belastung und Drehzahl ("Hochgeschwindigkeitsklopfen"). Heute wichtigste OZ.
3. Ermittelt wird ferner die FOZ (Front-Oktanzahl) = ROZ nur der bei 100°C siedenden Teile des Kraftstoffes.
4. Neben diesen "amtlichen" Kriterien werden z. T. weitere Hilfskriterien untersucht, z.B. die SOZ = Straßen-Oktanzahl, der Antiklopf-Index als Mittelwert von ROZ und MOZ sowie die Differenz beider Werte (Sensitivity).
Die Einzelheiten der ROZ- und MOZ-Prüfung sind ebenso in DIN-Vorschriften geregelt wie die Mindestwerte der ROZ und MOZ. Superbenzin muss eine ROZ von mindestens 98 bzw. 95 und eine MOZ von mindestens 88 bzw. 85 aufweisen, Normalbenzin entsprechend von 91 bzw. 82,5. Die OZ aller Alkohole und Etherkraftstoffadditive liegen über Benzin (z.B. Ethanol 120 bzw. 99). Die Zugabe dieser » Oxygenate zu Benzin folgt nur selten der einfachen mathematischen Regel OZ Mischkraftstoff = a * OZ1 + b * 0Z2 (wobei a bzw. b der Prozentanteil des Benzins bzw. Alkohols oder Ethers ist). Die OZ der Mischungen ist abhängig von der OZ des Grundkraftstoffes. Oxygenatzugabe kann durch Abmagerung auch Tendenz zum Klopfen erhöhen. Die hohe Klopffestigkeit der Alkohole kann am besten durch angepasste Motorkonzepte mit hoher Verdichtung ausgenutzt werden. Gewisse Wassergehalte sind hierbei sogar vorteilhaft hinsichtlich der Klopffestigkeit.

OPEC

engl. Organization of the Petroleum Exporting Countries; Organisation erdölexportierender Länder. Gegründet 1960, Sitz in Wien. Die OPEC–Mitgliedstaaten fördern etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und verfügen über drei Viertel der weltweiten Erdölreserven. Mitglieder: Arabische Emirate, Algerien, Indonesien, Irak, Iran, Kuwait, Libyien, Nigeria, Katar, Saudi-Arabien und Venezuela.

Ottokraftstoff

offizielle Bezeichnung für Normal-(Regular-) und Super- (Premium-) Benzine für Vergaser und Einspritzmotoren mit Fremdzündung. Qualitätsanforderungen in DIN 51 607 festgelegt.

Oxygenate

Sammelbezeichnung für » sauerstoffhaltige Benzinadditive bzw. -ersatzstoffe; d.h. Alkohole (Ethanol, höhere A.) und Ether (z.B. ETBE).

PAH >> siehe Aromaten

PAN >> Peroxyacetylnitrate

Peroxyacetylnitrate

» (PAN) Reaktionsprodukte aus » Stickoxiden und » Kohlenwasserstoffen bei starker Sonneneinstrahlung. Sog. » Photooxydantien. Mit Ozon und Salpetersäure Bestandteile des photochemischen Smogs.

Pflanzenöle

werden als alternativer Kraftstoff für Dieselmotoren verwendet (» Dieselkraftstoff). Aufgrund der gegenüber » Dieselkraftstoffen höheren » Viskosität und der niedrigeren » Cetanzahl sind an gewöhnlichen Dieselmotoren Anpassungsmaßnahmen notwendig.

Photooxydantien

Luftschadstoffe, entstehen unter Lichteinfluss aus Abgasen (Stickoxiden, Kohlenwasserstoffen), z.B. » Peroxyace¬tylnitrate. Für Smog und Waldschäden mitverantwortlich gemacht.

Polysaccharide

Vielfachzucker (Polyosen), z. B. » Stärke und » Cellulose, aus vielen » Glucosemolekülen und » Inulin aus » Fructosemolekülen. Dienen als Speicher- und Zellwand-Kohlenhydrate.

Premium(-Benzin)

Superbenzin
Primasprit

Propan

farb- und geruchloser Bestandteil von Flüssiggas; Strukturformel CH3-CH2-CH3

Raffinerie

Anlage, in der » Rohöl zu marktgängigen Mineralölprodukten verarbeitet wird. Ausgangsverfahren ist die fraktionierte » Destillation des Öls.


Rapsöl als Dieselkraftstoffersatz >> siehe Biodiesel; » Pflanzenöl

Reformieren

Raffinerieverfahren, bei denen z.B. Benzine zu hochklopffesten (» Oktanzahlen) Ottokraftstoffen veredelt werden.

Rektifikation

Reinigung und Konzentrierung von Alkohol (Rohbranntwein). Allgemein Verfahren zur Anreicherung eines Stoffes aus einem Stoffgemisch durch Mehrfachdestillation und Gegenstromführung von Dampf und Flüssigkeit.

Roggen

lateinischer Name: Secale Cereale, Getreide, das in Brennereien zur Herstellung von Alkohol eingesetzt wird. Enthält ca. 15 % Wasser, 10 % Rohprotein, 1,7 % Rohfett, 70,7 % stickstofffreie Bestandteile, 1,9 % Rohfaser und 1,7 % Asche. Je nach Qualität kann die Zusammensetzung jedoch deutlich abweichen Der Stärkegehalt liegt bei guten Qualitäten bei etwa 56-58 %, also etwas niedriger als bei » Weizen.

Rohbenzin >> siehe Naphtha Naphtha

RöE (Rohöleinheit)

Heizwert von 1 kg Standardrohöl (41,868 MJ/kg = 11,63 kWh).

Rohrzucker  >> siehe Saccharose

Rotterdamer Markt

Wichtigster Umschlagplatz für Mineralöl in Europa und bedeutendste Raffinerie und Erdöllagerregion (ARA = Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam). Entlademöglichkeiten für Großtanker. Rotterdamer Preisnotierungen zeigen Weltmarkttendenzen an.

ROZ (Research-Oktanzahl) >> siehe Oktanzahl

Rübenstoffe

i. S. des deutschen Branntweinmonopolgesetzes sind Melassen, Rüben, Rübensäfte und andere Erzeugnisse von Rüben außer Zucker

Rübenzucker  >> siehe Saccharose

Saccharose

Rohr-/Rübenzucker, auch Sukrose oder einfach "der Zucker". » Disaccharid, das je zur Hälfte aus Glucose und Fructose gebildet wird und sich in diese Monosaccharide aufspalten lässt (» Invertzucker). Gehalt in Zuckerrüben 16-18 %; in Zuckerrohr ca. 12 %.

Sauerstoffgehalte

von Alkoholen/Ethern: » sauerstoffhaltige Benzinadditive

Sauerstoffhaltige Benzinadditive

» Oxygenate. O2-Gehalt in Methanol 50 %, in Ethanol 34,7 %, in MTBE 18,2 % und in ETBE 15,7 %.

Schlempe

Rückstand der zu Alkohol vergorenen Maische bzw. -säfte. Enthält mit Ausnahme der durch die Gärung in Alkohol umgesetzten Stärke bzw. Zuckerstoffe alle Nährstoffe des eingesetzten Rohmaterials, also vor allem Eiweiß, Fett, Rohfaser und Mineralstoffe. Besonders wertvoll ist der Eiweißgehalt, der durch die sich während der Gärung vermehrenden Hefen erheblich erhöht wird. Getreideschlempe ist in flüssiger und getrockneter Form ein wertvolles Tierfuttermittel, » Distillers und ein hochwertiger organischer Dünger in der Landwirtschaft.

Schweröl >> siehe Heizöl S

SKE (Steinkohleneinheit)

Energiewert von 1 kg Standard-Steinkohle. Heizwert von 29,3 MJ oder 8,14 kWh.

SOZ (Straßen-Oktanzahl)  >> sieheOktanzahlen

Spiritus (Sprit)

hochprozentiger Branntwein.

Stärke

Reserve-(Speicher-)Kohlenhydrat = Polysaccharid (» Amylose, » Amylopektin) aus » Glucose in zahlreichen Pflanzenarten, insbesondere Getreide, Kartoffeln etc.

Stärkeaufschluss

Lösung der Stärke vor ihrer Verzuckerung (» Aufschluss der Stärke)

Steinkohleneinheit >> siehe SKE

Stickoxide

NOx.Bei jeder Verbrennung entstehende Oxydationsprodukte des Luftstickstoffs. Von der Zusammensetzung des Kraftstoffes weniger abhängig als von den Verbrennungstemperaturen. (» Abgase).

Straßen-Oktanzahl (SOZ)  >> siehe Oktanzahlen

Strohanfall

je nach Fruchtart 4-6 t/ha, erntetrocken ca. 16-20 % Feuchtigkeitsgehalt.

Stroh-Heizwert

2,856 t Stroh entsprechen ungefähr 1 t Heizöl. Max. zulässiger Feuchtegehalt für Verbrennung 15-20 %, ggf. Vortrocknung erforderlich.

Sukrose >> siehe Saccharose

SunFuel

» BtL-Kraftstoff der Firma Choren.

Sulfitspiritus

durch » alkoholische Gärung aus den bei der Zellstofffabrikation aus Holz anfallenden Sulfitablaugen gewonnener Ethylalkohol. Sulfitrohspiritus enthält größere Anteile Methanol.

Synthesealkohol

» Alkoholsynthese. Ethylalkohol für technische Zwecke, nicht für Genusszwecke zulässig.

Tapioka

(-mehl etc.): » Maniok

TAME (Tertiär-Amyl-Methylether)

» Sauerstoffhaltiges Benzinadditiv zur Steigerung der » Klopffestigkeit bzw. » Oktanzahlen.

TBA (Tertiär-Butylalkohol)

tertiäres Butanol, höherer synthetisch hergestellter Alkohol. Beiprodukt der Propylenoxidherstellung.

Tequila

= Mesal, ein aus Pulque, dem vergorenen Saft (ca. 6 %vol) der mittelamerikanischen Maguey-Agave, durch Destillation gewonnener mexikanischer Branntwein, der nach dem gleichnamigen Ort im Staat Jalisco benannt ist.

Topinambur

sonnenblumenähnlicher Korbblütler (engl. Jerusalem artichoke) mit » inulinhaltigen Knollen. Erträge auf guten Böden besser als Kartoffeln. Frostbeständigkeit macht Frühjahrsernte möglich. Alkoholausbeute 8-10 l/100 kg. Als Rohstoff für Bioethanolerzeugung möglich.

Treibhausgasbilanz  >>siehe CO2 –Bilanz

Trester

Abgepresste Rückstände der Saft-(Most-)Gewinnung aus Wein und Obst. Vor allem in Süddeutschland wegen vorhandenen Restzuckergehaltes in Kleinbrennereien auf Trinkbranntwein verarbeitet (Tresterbranntwein, italienisch: Grappa).

Trisaccharide

Oligosaccharide aus drei Molekülen von » Monosacchariden, z.B. Raffinose in Melasse und Maltotriose in Erzeugnissen der Stärkeverzuckerung.

Triticale

Getreideart, Kreuzung aus Weizen und Roggen. Der Name wurde aus den lateinischen Gattungsnamen Triticum (Weizen) und Secale (Roggen) gebildet. Monopolrechtlich betrachtet ist T. ein anderes Getreide als Korn.

Umesterung

Ersatz des Glycerins im Pflanzenöl durch einwertige Alkohole (meist Methanol) nach vorheriger Raffination. » Rapsöl als Dieselkraftstoff, » Biodiesel.

Unvergällter Alkohol

Alkohol, der genussfertig ist, fällt unter das » Branntweinmonopolgesetz. Die Zollbestimmungen sind in der kombinierten Nomenklatur (» KN-code 2207 1000) festgelegt.

Umweltbilanz

bietet eine umfassendere Sichtweise als die » CO2-Bilanz und die » Energiebilanz. Auch hier ist sind die Reduzierung von CO2-Emissionen und das Verhältnis von eingesetzter und gewonnener Energie maßgebend. Zusätzlich sind u. A. aber auch die Auswirkungen auf Wasser, Luft und Boden z. B. hinsichtlich Versauerung, Photosmog oder Ozonabbau von Bedeutung.

Verbrennungseigenschaften

des Kraftstoff-Luftgemisches im Motor sind bedeutsam für Leistungsausbeute, Wirkungsgrad, Abgase, Beanspruchung von Motorteilen („Klopfen“) und anderes mehr. Messung durch Verlauf des Druckanstiegs. Der Alkohol Ethanol erhöht wegen des höheren Sauerstoffgehalts schon bei gleicher » Verdichtung den Wirkungsgrad gegenüber Benzin. Dies ist noch mehr bei erhöhter Verdichtung der Fall. Im Gegensatz zu anderen kohlenstoffhaltigen Kraftstoffen (Diesel) bilden die Alkoholflammen keinen Ruß.

Verdichtung (Kompression)

Zusammenpressung einer Gasmenge (Kraftstoff-Luftgemisch) im Motorzylinder. Zur Erhöhung des thermischen Wirkungsgrades so hoch wie möglich. Begrenzt durch
a) » Klopffestigkeit des Kraftstoffes (Oktanzahlen) im Ottomotor und
b) durch Belastung der Bauteile durch hohe Drücke im Dieselmotor.

Verdichtungsverhältnis

Verhältnis zwischen Verdichtungsraum und Hubraum. Bei Ottomotoren traditionell etwa 8-9:1, bei Dieselmotoren etwa 15-24:1. In jüngerer Zeit sind bei Ottomotoren auch höhere Verdichtungsverhältnisse, z. B. durch Aufladung, möglich.

Vergällter Alkohol

Veränderung des natürlichen Geruchs oder Geschmacks durch die Zufügung von Hilfsstoffen, um den Alkohol ungenießbar zu machen und damit von der » Alkoholsteuer befreien zu können. Brennspiritus wird meist mit den Vergällungsmitteln MEK (Methylethylketon), Bitrex und Denatoniumbenzoat, das äußerst bitter schmeckt, vergällt.

Vergaserkraftstoff >> siehe Ottokraftstoff

Verschlussbrennereien >> siehe Brennereien

Verzuckerung

der » Stärke oder anderer Kohlenhydrate (» Inulin, » Cellulose) durch Enzyme, Gerstenmalz oder Säuren in vergärbare » Monosaccharide.

Vinasse

Vor allem im Handel üblicher Fachausdruck für Melasserückstände (-schlempen) aus verschiedenartiger Weiterverarbeitung, insbesondere Fermentation zu Alkohol, Hefe, Citronensäure, Propionsäure. Verwendung als Bodenhilfsstoff mit Düngewirkung und in der Mischfutterindustrie. (» Schlempe, » Distillers).

Viskosität

Maß für die Zähigkeit einer Flüssigkeit. Je größer die Viskosität, desto dickflüssiger, d.h. unbeweglicher.

Volumenkonzentration (-prozent)

Schreibweise "% vol" bei 20°C oder » v/v.

v/v

Maßeinheit für Volumenprozent (volume per volume)

Wasserstoff

chemisches Symbol H, als Kraftstoff: Farb- und geruchloses Gas, das durch elektrische Spaltung von Wasser (Elektrolyse) oder chemische Freisetzung aus wasserhaltigen Materialien hergestellt werden kann. Verbrennt zu Wasserdampf; als weitere Abgase entstehen nur Stickoxide. Als alternativer Zukunftskraftstoff in Erprobung durch Automobilfirmen.

Weingeist >> siehe Ethylalkohol

Weizen

lateinischer Name: Triticum, Getreide, das in Brennereienzur Herstellung von Alkohol eingesetzt wird. Enthält ca. 15 % Wasser, 12 % Rohprotein, 1,9 % Rohfett, 67,7 % stickstofffreie Bestandteile, 1,8 % Rohfaser und 1,6 % Asche. Der Stärkegehalt liegt bei guten Qualitäten bei etwa 60 %, also etwas höher als bei » Roggen.

Well to Wheel

umfassende Sicht der Verwendung von Energie zur Produktion erneuerbarer Energieträger » Energiebilanz, » CO2-Bilanz » Konversion

Whisky

gälisch-keltisch: Lebenswasser. Nach Herkunft unterscheidet man schottischen, irischen, amerikanischen, kanadischen und auch japanischen W. In Europa ist W. eine Spirituose, die durch Destillieren von Getreidemaische gewonnen wird, die durch die in ihr enthaltenen Malzamylasen mit oder ohne anderen Enzymen verzuckert, mit Hefe vergoren, zu weniger als 94,8 %vol so destilliert worden ist, dass das Aroma den Geschmack der verwendeten Ausgangsstoffe aufweist und die mindestes 3 Jahre in einem Holzfass mit einem Fassungsvermögen von max. 700 l gereift ist.

Zellulose

Gerüstsubstanz von Pflanzen, Hauptbestandteil der Zellwände. Polysaccharid aus Glucosebausteinen. Wasserfreies Holz enthält 40-50 % Z., wasserfreie Trockenschnitzel ca. 23 %. Durch Mineralsäuren spaltbar ("Holzverzuckerung", Holzzuckerspiritus-Gewinnung ). Auch spaltbar mittels Enzymen (z. B. Verfahren zur Gewinnung von Zelluloseethanol des kanadischen Unternehmens IOGEN).

Zucker

a) Verkehrsbezeichnung für Rohr-/Rübenzucker, » Saccharose
b) fachsprachlicher Sammelbegriff für diverse Zuckerarten, insbesondere » Monosaccharide und » Disaccharide.

Zuckerrohr

gehört zur botanischen Familie der Gräser, eine seit Jahrtausenden bekannte Nutzpflanze. Heute wichtigste Nutzpflanzen für Zuckererzeugung (ca. 55 % der gesamten Zuckerproduktion weltweit).

Zuckerrüben

gehören zur botanischen Familie der Fuchsschwanzgewächse, Anbau in Deutschland seit über 200 Jahren. Weltweit gründet sich 45 % der Zuckerproduktion auf sie.

Zündwilligkeit >> siehe Cetanzahl

Zündbeschleuniger

Dieselkraftstoff-Additive zur Verbesserung der » Zündwilligkeit von Alkoholen mit niedriger» Cetanzahl. Z.B. organische Nitrate wie Triethylenglycoldinitrat (5 % vol).

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