Bioethanol Glossar P bis Z
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PAH
» AromatenPAN
» PeroxyacetylnitratePentosane
» Polysaccharide aus » PentosenPentosen
» Monosaccharide mit 5 C-Atomen, z.B. Arabinose und Xylose in Holz, Sulfitablaugen etc. als Bestandteile der » Pentosane (Hemicellulosen).Peroxyacetylnitrate
» (PAN) Reaktionsprodukte aus » Stickoxiden und » Kohlenwasserstoffen bei starker Sonneneinstrahlung. Sog. » Photooxydantien. Mit Ozon und Salpetersäure Bestandteile des photochemischen Smogs.Pflanzenöle
werden als alternativer Kraftstoff für Dieselmotoren verwendet (» Dieselkraftstoff). Aufgrund der gegenüber » Dieselkraftstoffen höheren » Viskosität und der niedrigeren » Cetanzahl sind an gewöhnlichen Dieselmotoren Anpassungsmaßnahmen notwendig.Photooxydantien
Luftschadstoffe, entstehen unter Lichteinfluss aus Abgasen (Stickoxiden, Kohlenwasserstoffen), z.B. » Peroxyace¬tylnitrate. Für Smog und Waldschäden mitverantwortlich gemacht.Polysaccharide
Vielfachzucker (Polyosen), z. B. » Stärke und » Cellulose, aus vielen » Glucosemolekülen und » Inulin aus » Fructosemolekülen. Dienen als Speicher- und Zellwand-Kohlenhydrate.Premium(-Benzin)
SuperbenzinPrimasprit
» AgraralkoholPrimärenergie
» EnergieformenProof
Maßeinheit des Alkoholgehaltes,1 % ~ 2 Proof.Propan
farb- und geruchloser Bestandteil von Flüssiggas; Strukturformel CH3-CH2-CH3Raffinerie
Anlage, in der » Rohöl zu marktgängigen Mineralölprodukten verarbeitet wird. Ausgangsverfahren ist die fraktionierte » Destillation des Öls.Rapsöl als Dieselkraftstoffersatz
» Biodiesel; » PflanzenölReformieren
Raffinerieverfahren, bei denen z.B. Benzine zu hochklopffesten (» Oktanzahlen) Ottokraftstoffen veredelt werden.Rektifikation
Reinigung und Konzentrierung von Alkohol (Rohbranntwein). Allgemein Verfahren zur Anreicherung eines Stoffes aus einem Stoffgemisch durch Mehrfachdestillation und Gegenstromführung von Dampf und Flüssigkeit.Roggen
lateinischer Name: Secale Cereale, Getreide, das in Brennereien zur Herstellung von Alkohol eingesetzt wird. Enthält ca. 15 % Wasser, 10 % Rohprotein, 1,7 % Rohfett, 70,7 % stickstofffreie Bestandteile, 1,9 % Rohfaser und 1,7 % Asche. Je nach Qualität kann die Zusammensetzung jedoch deutlich abweichen Der Stärkegehalt liegt bei guten Qualitäten bei etwa 56-58 %, also etwas niedriger als bei » Weizen.Rohbenzin
» NaphthaRöE (Rohöleinheit)
Heizwert von 1 kg Standardrohöl (41,868 MJ/kg = 11,63 kWh).Rohrzucker
» SaccharoseRotterdamer Markt
Wichtigster Umschlagplatz für Mineralöl in Europa und bedeutendste Raffinerie und Erdöllagerregion (ARA = Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam). Entlademöglichkeiten für Großtanker. Rotterdamer Preisnotierungen zeigen Weltmarkttendenzen an.ROZ (Research-Oktanzahl)
» OktanzahlRübenstoffe
i. S. des deutschen Branntweinmonopolgesetzes sind Melassen, Rüben, Rübensäfte und andere Erzeugnisse von Rüben außer ZuckerRübenzucker
» SaccharoseSaccharose
Rohr-/Rübenzucker, auch Sukrose oder einfach "der Zucker". » Disaccharid, das je zur Hälfte aus Glucose und Fructose gebildet wird und sich in diese Monosaccharide aufspalten lässt (» Invertzucker). Gehalt in Zuckerrüben 16-18 %; in Zuckerrohr ca. 12 %.Sauerstoffgehalte
von Alkoholen/Ethern: » sauerstoffhaltige BenzinadditiveSauerstoffhaltige Benzinadditive
» Oxygenate. O2-Gehalt in Methanol 50 %, in Ethanol 34,7 %, in MTBE 18,2 % und in ETBE 15,7 %.Schlempe
Rückstand der zu Alkohol vergorenen Maische bzw. -säfte. Enthält mit Ausnahme der durch die Gärung in Alkohol umgesetzten Stärke bzw. Zuckerstoffe alle Nährstoffe des eingesetzten Rohmaterials, also vor allem Eiweiß, Fett, Rohfaser und Mineralstoffe. Besonders wertvoll ist der Eiweißgehalt, der durch die sich während der Gärung vermehrenden Hefen erheblich erhöht wird. Getreideschlempe ist in flüssiger und getrockneter Form ein wertvolles Tierfuttermittel, » Distillers und ein hochwertiger organischer Dünger in der Landwirtschaft.Schweröl
» Heizöl SSKE (Steinkohleneinheit)
Energiewert von 1 kg Standard-Steinkohle. Heizwert von 29,3 MJ oder 8,14 kWh.SOZ (Straßen-Oktanzahl)
» OktanzahlenSpiritus (Sprit)
hochprozentiger Branntwein.Stärke
Reserve-(Speicher-)Kohlenhydrat = Polysaccharid (» Amylose, » Amylopektin) aus » Glucose in zahlreichen Pflanzenarten, insbesondere Getreide, Kartoffeln etc.Stärkeaufschluss
Lösung der Stärke vor ihrer Verzuckerung (» Aufschluss der Stärke)Steinkohleneinheit
» SKEStickoxide
NOx.Bei jeder Verbrennung entstehende Oxydationsprodukte des Luftstickstoffs. Von der Zusammensetzung des Kraftstoffes weniger abhängig als von den Verbrennungstemperaturen. (» Abgase).Straßen-Oktanzahl (SOZ)
» OktanzahlenStrohanfall
je nach Fruchtart 4-6 t/ha, erntetrocken ca. 16-20 % Feuchtigkeitsgehalt.Stroh-Heizwert
2,856 t Stroh entsprechen ungefähr 1 t Heizöl. Max. zulässiger Feuchtegehalt für Verbrennung 15-20 %, ggf. Vortrocknung erforderlich.Sukrose
» SaccharoseSunFuel
» BtL-Kraftstoff der Firma Choren.Sulfitspiritus
durch » alkoholische Gärung aus den bei der Zellstofffabrikation aus Holz anfallenden Sulfitablaugen gewonnener Ethylalkohol. Sulfitrohspiritus enthält größere Anteile Methanol.Synthesealkohol
» Alkoholsynthese. Ethylalkohol für technische Zwecke, nicht für Genusszwecke zulässig.Tapioka
(-mehl etc.): » ManiokTAME (Tertiär-Amyl-Methylether)
» Sauerstoffhaltiges Benzinadditiv zur Steigerung der » Klopffestigkeit bzw. » Oktanzahlen.TBA (Tertiär-Butylalkohol)
tertiäres Butanol, höherer synthetisch hergestellter Alkohol. Beiprodukt der Propylenoxidherstellung.Tequila
= Mesal, ein aus Pulque, dem vergorenen Saft (ca. 6 %vol) der mittelamerikanischen Maguey-Agave, durch Destillation gewonnener mexikanischer Branntwein, der nach dem gleichnamigen Ort im Staat Jalisco benannt ist.Topinambur
sonnenblumenähnlicher Korbblütler (engl. Jerusalem artichoke) mit » inulinhaltigen Knollen. Erträge auf guten Böden besser als Kartoffeln. Frostbeständigkeit macht Frühjahrsernte möglich. Alkoholausbeute 8-10 l/100 kg. Als Rohstoff für Bioethanolerzeugung möglich.Treibhausgasbilanz
» CO2 –BilanzTrester
Abgepresste Rückstände der Saft-(Most-)Gewinnung aus Wein und Obst. Vor allem in Süddeutschland wegen vorhandenen Restzuckergehaltes in Kleinbrennereien auf Trinkbranntwein verarbeitet (Tresterbranntwein, italienisch: Grappa).Trisaccharide
Oligosaccharide aus drei Molekülen von » Monosacchariden, z.B. Raffinose in Melasse und Maltotriose in Erzeugnissen der Stärkeverzuckerung.Triticale
Getreideart, Kreuzung aus Weizen und Roggen. Der Name wurde aus den lateinischen Gattungsnamen Triticum (Weizen) und Secale (Roggen) gebildet. Monopolrechtlich betrachtet ist T. ein anderes Getreide als Korn.Umesterung
Ersatz des Glycerins im Pflanzenöl durch einwertige Alkohole (meist Methanol) nach vorheriger Raffination. » Rapsöl als Dieselkraftstoff, » Biodiesel.Unvergällter Alkohol
Alkohol, der genussfertig ist, fällt unter das » Branntweinmonopolgesetz. Die Zollbestimmungen sind in der kombinierten Nomenklatur (» KN-code 2207 1000) festgelegt.Umweltbilanz
bietet eine umfassendere Sichtweise als die » CO2-Bilanz und die » Energiebilanz. Auch hier ist sind die Reduzierung von CO2-Emissionen und das Verhältnis von eingesetzter und gewonnener Energie maßgebend. Zusätzlich sind u. A. aber auch die Auswirkungen auf Wasser, Luft und Boden z. B. hinsichtlich Versauerung, Photosmog oder Ozonabbau von Bedeutung.Verbrennungseigenschaften
des Kraftstoff-Luftgemisches im Motor sind bedeutsam für Leistungsausbeute, Wirkungsgrad, Abgase, Beanspruchung von Motorteilen („Klopfen“) und anderes mehr. Messung durch Verlauf des Druckanstiegs. Der Alkohol Ethanol erhöht wegen des höheren Sauerstoffgehalts schon bei gleicher » Verdichtung den Wirkungsgrad gegenüber Benzin. Dies ist noch mehr bei erhöhter Verdichtung der Fall. Im Gegensatz zu anderen kohlenstoffhaltigen Kraftstoffen (Diesel) bilden die Alkoholflammen keinen Ruß.Verdichtung (Kompression)
Zusammenpressung einer Gasmenge (Kraftstoff-Luftgemisch) im Motorzylinder. Zur Erhöhung des thermischen Wirkungsgrades so hoch wie möglich. Begrenzt durcha) » Klopffestigkeit des Kraftstoffes (Oktanzahlen) im Ottomotor und
b) durch Belastung der Bauteile durch hohe Drücke im Dieselmotor.
Verdichtungsverhältnis
Verhältnis zwischen Verdichtungsraum und Hubraum. Bei Ottomotoren traditionell etwa 8-9:1, bei Dieselmotoren etwa 15-24:1. In jüngerer Zeit sind bei Ottomotoren auch höhere Verdichtungsverhältnisse, z. B. durch Aufladung, möglich.Vergällter Alkohol
Veränderung des natürlichen Geruchs oder Geschmacks durch die Zufügung von Hilfsstoffen, um den Alkohol ungenießbar zu machen und damit von der » Alkoholsteuer befreien zu können. Brennspiritus wird meist mit den Vergällungsmitteln MEK (Methylethylketon), Bitrex und Denatoniumbenzoat, das äußerst bitter schmeckt, vergällt.Vergaserkraftstoff
» OttokraftstoffVerschlussbrennereien
» BrennereienVerzuckerung
der » Stärke oder anderer Kohlenhydrate (» Inulin, » Cellulose) durch Enzyme, Gerstenmalz oder Säuren in vergärbare » Monosaccharide.Vinasse
Vor allem im Handel üblicher Fachausdruck für Melasserückstände (-schlempen) aus verschiedenartiger Weiterverarbeitung, insbesondere Fermentation zu Alkohol, Hefe, Citronensäure, Propionsäure. Verwendung als Bodenhilfsstoff mit Düngewirkung und in der Mischfutterindustrie. (» Schlempe, » Distillers).Viskosität
Maß für die Zähigkeit einer Flüssigkeit. Je größer die Viskosität, desto dickflüssiger, d.h. unbeweglicher.Volumenkonzentration (-prozent)
Schreibweise "% vol" bei 20°C oder » v/v.v/v
Maßeinheit für Volumenprozent (volume per volume)Wasserstoff
chemisches Symbol H, als Kraftstoff: Farb- und geruchloses Gas, das durch elektrische Spaltung von Wasser (Elektrolyse) oder chemische Freisetzung aus wasserhaltigen Materialien hergestellt werden kann. Verbrennt zu Wasserdampf; als weitere Abgase entstehen nur Stickoxide. Als alternativer Zukunftskraftstoff in Erprobung durch Automobilfirmen.Weingeist
» EthylalkoholWeizen
lateinischer Name: Triticum, Getreide, das in Brennereienzur Herstellung von Alkohol eingesetzt wird. Enthält ca. 15 % Wasser, 12 % Rohprotein, 1,9 % Rohfett, 67,7 % stickstofffreie Bestandteile, 1,8 % Rohfaser und 1,6 % Asche. Der Stärkegehalt liegt bei guten Qualitäten bei etwa 60 %, also etwas höher als bei » Roggen.Well to Wheel
umfassende Sicht der Verwendung von Energie zur Produktion erneuerbarer Energieträger » Energiebilanz, » CO2-Bilanz » KonversionWhisky
gälisch-keltisch: Lebenswasser. Nach Herkunft unterscheidet man schottischen, irischen, amerikanischen, kanadischen und auch japanischen W. In Europa ist W. eine Spirituose, die durch Destillieren von Getreidemaische gewonnen wird, die durch die in ihr enthaltenen Malzamylasen mit oder ohne anderen Enzymen verzuckert, mit Hefe vergoren, zu weniger als 94,8 %vol so destilliert worden ist, dass das Aroma den Geschmack der verwendeten Ausgangsstoffe aufweist und die mindestes 3 Jahre in einem Holzfass mit einem Fassungsvermögen von max. 700 l gereift ist.Zellulose
Gerüstsubstanz von Pflanzen, Hauptbestandteil der Zellwände. Polysaccharid aus Glucosebausteinen. Wasserfreies Holz enthält 40-50 % Z., wasserfreie Trockenschnitzel ca. 23 %. Durch Mineralsäuren spaltbar ("Holzverzuckerung", Holzzuckerspiritus-Gewinnung ). Auch spaltbar mittels Enzymen (z. B. Verfahren zur Gewinnung von Zelluloseethanol des kanadischen Unternehmens IOGEN).Zucker
a) Verkehrsbezeichnung für Rohr-/Rübenzucker, » Saccharoseb) fachsprachlicher Sammelbegriff für diverse Zuckerarten, insbesondere » Monosaccharide und » Disaccharide.

